ZEIT (Bericht vom 14.03.2013)

Zeit zu haben ist heutzutage Luxus, sich Zeit zu nehmen für manche gar nicht so einfach. Bootsbauerei und das Rudern sind saisonabhängig und so habe ich das Glück, mich im Winter vom anstrengenden Sommer zu erholen. Ich kann mir Zeit nehmen. Was ich besonders genieße, ist die Zeit zum Lesen. Winterluxus.

Schlagmann

Das Buch, das mich in den letzten Wochen am meisten berührt hat, ist ein Buch über den ehemals stärksten Ruderer der Welt. Er saß 1988 im bundesdeutschen Männerachter, ich im Achter der Frauen. Wir hatten unsere gemeinsamen Regatten und zahlreiche Trainingslager in den 2 Jahren vor den Olympischen Spielen. Bahne Rabe war immer schon ein seltsamer Kerl gewesen über den es immer irgendwelche schrägen Geschichten gab.
Dass dieser 2,03 m große Athlet, der seine Hinterkopf-Klimmzüge mit einer unglaublichen Leichtigkeit absolvierte, sich Jahre nach seinem Olympiasieg zu Tode hungern würde, ist nach wie vor unglaublich.

Schlagmann“ von Evi Simeoni ist ein sehr guter Einblick in den Leistungssport und wirft Fragen auf. Ist Leistungssport unmenschlich und brutal? Was sind das für Menschen, die sich das antun? Das Buch gibt einen Einblick in die Welt des Hochleistungssportlers abseits von Jubelszenen mit Goldmedaille auf der großen Bühne.
Beim Lesen kam für mich vieles aus der alten Zeit ins Gedächtnis zurück, obwohl es sich um eine, laut Autorin, fiktive Geschichte handelt. Viele offene Fragen und eine Menge Stoff zum Nachdenken sicherlich für jeden Leser. Sehr empfehlenswert!

Aber nun zurück in die Gegenwart. Hier kannst du Neues vom Nationalteam lesen.

Um das Rudern im weitesten Sinne, geht es auch in meinem letzten Artikel über den Ausleger.

Bis die Tage,
Anja

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Erste Testphase für die neuen Concept2 Skinny Shafts

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Ganz schön hart ran mussten die Trainer beim diesjährigen Wintertrainingslager in Sabaudia. 3 Wochen lang hatte Nationaltrainer Carsten Hassing und sein Team Zeit, um die olympischen Boote ins Visier zu nehmen um neue Konstellationen und Material zu testen.
45 Athleten und 6 Trainer reisten vom 2.-23. Februar ins italienische Sabaudia, um dem winterlichen Wetter der Heimat zu entfliehen. So ganz ging die Rechnung allerdings nicht auf. Die erste Woche war regnerisch und kalt, danach stiegen die Temperaturen bis auf 15 Grad. Das war alles andere als komfortabel, aber es konnte gerudert werden.

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6-7 Stunden mussten also die Trainer täglich im Motorboot frieren und verfuhren dabei 700 Liter Benzin. Man sieht, es wurde viel gerudert. Kommen wir aber zu den eigentlichen Akteuren des Trainingslagers, den Ruderern. Diese durften gleich am Anfang Pakete öffnen. Wie schon in den 2 Jahren zuvor, wird auch in 2013 die komplette Mannschaft mit Concept2 Skulls und Riemen ausgestattet. Carsten Hassing, der im letzten Jahr sehr gute Erfahrungen mit den neuen Skinny Shafts gemacht hatte, wollte ausschließlich diese Variante für das Nationalteam haben. Sein Wunsch ist uns Befehl.

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Sara Lambing und Magdalena Lobnig waren die Einzigen, die schon Erfahrung hatten mit den weichen, biegsamen Schäften, für alle anderen war es das erste Mal.
Magdi L. nach ihrer ersten Ausfahrt im November mit Skinny Medium Shaft und Fat2 Blades: „Die Ruder sind auch sehr cool zum fahren, sauberer Durchzug und vor allem gestaltet sich das Ausheben viel exakter. Da ja die Länge viel kürzer ist, kommt der Hebel rauf und so müsste man eigentlich die Dollenhöhe nachjustieren, aber ja.“
In Sabaudia wurden ausschließlich Smoothie2 Blades mit Vortex eingesetzt. Die Frauen ruderten mit Medium Schäften, die LGW Frauen mit Soft. Dies wurde nachträglich korrigiert, Supersoft für LGW und Medium für die Frauen. Wichtige Erfahrungswerte für uns!

Für die LGW Männer passten die Skinny Medium Shafts in der längeren Ausführung perfekt.
Paul Sieber: “Anfangs war das Timing aufgrund der extra Beschleunigung im Endzug ungewohnt, aber nachdem wir uns im Zweier daran gewöhnt hatten, war es wirklich spitze.“

Sieber und SieberAuch der neu gebildete LGW Vierer ohne war begeistert.
Alexander Chernikov: „Das Vorrollen bei Gegenwind ist viel leichter und im Endzug kommt der Riemen und gibt dem Schlag noch einen zusätzlichen Kick.“

Die zweite Lieferung für die Saison ist bereits bestellt. Concept2 legt sich als Technical Suplier des ÖRV voll in die „Riemen“, um beim Neustart auf dem Weg nach Rio zu unterstützen.

Artikel verfasst für www.rudern.at

Da tut sich was im Rudersport

Noch vor ein paar Jahren habe ich, wenn ich darauf angesprochen wurde, gesagt, dass ich hoffe, dass mir mein geliebter Werkstoff Holz noch mein Berufsleben lang bleiben solle. Mein ganzes berufliches Glück drehte sich um diesen wunderbaren Werkstoff. Dass er so toll ist, finde ich noch immer. Aber mein Herz ist groß und ich lasse immer Platz für das Neue und Fortschrittliche. Ja, ich bin wandelbar und habe den neuen Werkstoffen und Entwicklungen eine faire Chance gegeben. Über dieses Thema habe ich schon einmal geschrieben, als Ruderin.

Im Ruderbootbereich sind die neuen Werkstoffe gar nicht mehr wegzudenken. Kohlefaser oder Carbon, diese Begriffe bekommen die Rudererkinder ja fast schon mit der Muttermilch. Die meisten wissen zwar nicht, was das genau ist, finden es aber einfach mal cool. Ist es ja auch.

Seit ein paar Jahren werden nahezu keine Holzruderboote mehr gebaut, außer natürlich die Firma Stämpfli in Zürich. Dort hatte ich meine bootsbauerischen Anfänge, da fing es an mit mir. Die bauen noch ein paar hübsche Holzeiner pro Jahr und haben eine sehr spezielle Kundschaft.

Stämpfli_Skiff

Aber auch beim traditionelle Rennskiff aus Holz hat sich etwas eingeschlichen, dass die Traditionalisten ins Schwitzen bringt. Es hat sich selbst in dieses Traditionshaus ein moderner Flügelausleger eingeschlichen. Klassik trifft Moderne. Eine schöne Kombination, finde ich. Die Stämpfli-Holzboote sind aber heutzutage die Ausnahme. Auch Stämpfli Racing Boats hat den Sprung ins neue Zeitalter vollzogen. Auch schick, aber anders.

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Der Stämpfli ST1 ist ein wahres Meisterstück. Aber beginnen wir doch einmal in den 1950er Jahren. Alfred Stämpfli baute die ersten Ausleger aus Aluminium. Die wurden dann Standard bei den uns bekannten Booten und sind bis dato nicht mehr wegzudenken. Stimmts?

Empacher_ViererDieser Vierer ist auch schon fast ein Klassiker seiner Art. Die Schale aus Epoxy, Verstärkungsmaterialien Kevlar (Aramidfasern) und Carbon (Kohlefaser). Das Boot ist sehr leicht gebaut und äußerst stabil. Wahrscheinlich sind Teile des Innenausbaus noch immer aus Holz. So ganz möchte man wegen der guten Eigenschaften doch nicht auf diesen Werkstoff verzichten.
Was aber interessiert, das sind die Ausleger in Kombination mit diesem System aus Spanten und eingezogenen Decks, die das Verwinden des Bootes verhindern sollen. Die Ausleger sind aus geschweißtem Aluminiumrohr. Alu ist sehr steif und leicht, die Bauart hat sich nicht wesentlich geändert seit den 50ern. Sie haben sich also bewährt.

Nachteil dieser Auslegerart ist, dass die immensen Kräfte, die bei jedem Schlag ihren Weg durch das Boot über die Spanten nehmen müssen, das ganze System weich machen. Natürlich ist das kein Problem für mich, Spanten zu verstärken oder komplett zu erneuern, aber auch das ist hier nicht das Thema.

Im Bereich des Stemmbrettes links, Zugkräfte. Oftmals ist eine Stange zur Verstärkung eingebaut, damit das Boot nicht auseinanderreißt. In der Mitte, beim Hauptspant, drücken sie ganz kräftig den Spant zusammen. Im Bug, beim Rollbahnende treten Druckkräfte auf, das Boot wird beim Einsatz vorn zusammengepresst. Die Druckstreben entlasten so die Zugstreben ein wenig.

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Irgendwann sind die Konstrukteure auf die grandiose Idee gekommen, die Kräfte nicht mehr durch den Bootskörper laufen zu lassen, sondern sie im Ausleger zu belassen. Das war der Beginn des Flügelauslegers.

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Die Seitenwände, die sogenannten Waschborde, sind speziell mit Kohlefaser verstärkt und haben stabile Aufnahmen für den Ausleger.

Waschbord

Die Zugkräfte, die im Stemmbrettbereich auftreten, können im Skullboot noch besser gebündelt werden als im Riemenboot.

usa-jw1x-king-michelle-7Alle Kräfte sind beim Skullboot nun auf den Bereich Stemmbrett und Ausleger konzentriert. Das Boot wird weitesgehend verschont und die Kräfte, die der Ruderer aufwendet, werden nicht verschwendet, um Boot und Spanten zu verbiegen.

Ist es denn eigentlich notwendig, die Zugkräfte, die der Ruderer im Stemmbrettbereich aufbringt und das Boot bzw. den Ausleger auseinanderreißen will, zuzulassen? Kann man nicht den Ausleger andersherum bauen? Klar kann man, hat man sich gedacht. So kam es zum Druckausleger.
In der Auslage drückt der Ruderer die Dollenstifte in Richtung Bug, in Fahrtrichtung, dafür hatte man bislang die „Fünfte“ oder Druckstrebe. Beim Druckausleger soll das Ganze natürlich mit größtmöglicher Festigkeit und in sich absolut stabil sein. Die Lösung dafür ist klar, Kohlefaser.

cooles Bild, aber man erkennt nix

ichAlso das ist der Druckausleger aus Kohlefaser. Nachteil ist, dass er sehr empfindlich ist und das Einstellen eher problematisch.

Ausleger einstellenDa sich der Flügel- oder Wingausleger an sich ja bewährt hat, dachte man wieder einen Schritt weiter und kombinierte den Druck- mit dem Wingausleger. Wir sind beim sogenannten Backwing angelangt. Grandios! Ein weiterer Vorteil des Flügels ist, dass er auch bei schwierigen Wasserverhältnissen das Boot ruderbar macht. Kein Zerschellen der Wellen an Auslegern mehr, herrlich.

Den gibt es in unterschiedlichsten Varianten, von Werft zu Werft verschieden. Die Materialien natürlich wieder Kohlefaser oder Alu, je nach gewünschter Preisklasse.

Backwing_AluSehr schick!

Backwing_Hudson

Die Dollenkonstruktion.

Backwing_Hudson_Dolle

Emma Twigg.

Emma-TwiggUnd das alles gibt es nun auch wieder aus Kohlefaser. Die kann man auch wesentlich filigraner und somit windschlüpfriger bauen.

Fluegel_CarbonWorauf läuft das alles hinaus? Alles muss scheinbar so fest wie möglich sein, so steif und leicht, wie es nur irgendwie geht. Jetzt reicht es langsam. Man erzählt, dass Weltklasseruderer sich für das Training außerhalb der Wettkamfzeit herkömmliche Aluminiumausleger nehmen, weil die weicher sind. Geht das alles zu weit mit dem Optimieren? Ist das denn alles noch gesund? Ist das nicht der pure Stress für unsere Körper?

Fakt ist, dass wir bei den Rudern von den härtesten Schäften wieder zurück zu den flexiblen gehen. Unsere C2 Skinnies haben Biegeeigenschaften wie einst die Stämpfli-Holzruder.

Im Hochleistungssport wird das sicher so weitergehen, Hochleistungssport ist nunmal kein Zuckerschlecken, aber der Großteil der Ruderer ist weit von Weltklasseniveau entfernt. Man sollte also bei der Bootswahl und -beurteilung immer nachdenken, was das Ziel ist, das man verfolgt. Schneller oder vielleicht doch „nur“ gesund oder Spaß in der Gemeinschaft haben? Das beste Boot ist also nicht immer das Beste für jeden. Ganz im Gegenteil. Der Ruderanfänger wird in einem Hightechboot keinen Spaß haben.

Ab und zu nehme ich mir meinen Stämpfli Holzeiner, Baujahr 1954, und freue mich, dass da nichts hohl klingt und knallt bei jedem Schlag. Höchstens knarren mal die Spanten, aber das ist das Alter.

AUSTRIA-Team in rot-weiß-rot (Bericht vom 4. Juni 2012)

Die österreichische Nationalmannschaft schwört auf Grün, das war letztens Thema auf dieser Seite.

Nun sorge ich auch für Rot im Team. Rote Rennanzüge für das Nationalteam, so wie sich’s gehört, rot-weiße Trainingsanzüge und TechShirts. Das alles in Superqualität von JL.

GO AUSTRIA

Hier geht’s zum Bericht.GO AUSTRIA

Bis die Tage,
Anja

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Am Anfang war das Brett

Neubau. Hört sich gut an, ist auch recht spannend für mich, kümmere ich mich doch sonst meist um die betagteren oder beschädigten Boote. Neubau ist interessant für Auftraggeber und Bootsbauer. Der Kunde hat ganz bestimmte Vorstellungen, weiß, was das Boot können muss, wie es ausschauen soll, bastelt sich im Kopf aus seiner Erfahrung das Optimum zusammen. Wir, das Bootsbauteam hören zu, beraten, zeichnen, entwerfen und realisieren letztendlich den Wunsch des Kunden.
Hört sich an wie ein Traumberuf, oder?

Dieser Kunde hat spezielle Anforderungen an sein Boot: Es soll ein Fischerboot sein, eine Zille. Es soll lange leben (das Alte war nach 5 Jahren im Unterwasserbereich durchgefault). Es soll viel Stauraum bieten. Wunschhölzer sind Mahagoni und Lärche. Das Boot soll stabil sein. Und schön außerdem. Das war aber auch mein besonderes Anliegen. Kein Boot wie jedes andere, sondern ein schönes Fischerboot, eine Zille für die Alte Donau.

Und nun kommen wir zum Anfang und zum besagten Brett, das natürlich kein herkömmliches Brett ist. Wir verwenden Bootsbausperrholz. Dieses ist kochfest verleimt, die Klasse, die wir für ein gutes Boot einsetzen müssen. In der Länge werden die Platten geschäftet um auf unsere Länge von 6 m zu kommen.

eine Seitenwand

Spanten werden mit dem Hobel angepasst.DSC_0056

Kreatives Chaos in der Werkstatt.DSC_0063

Der Boden wird verleimt.DSC_0093

Dübel in den Boden um die Platten in die richtige Form zu ziehen.DSC_0098

Boden und Seitenwände sind montiert und verputzt, gehobelt.DSC_0119

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Schraubenlöcher werden mit Holzpfropfen verschlossen.DSC_0121

Im Unterwasserbereich werden Stringer montiert. Auch diese werden verschraubt und geklebt.DSC_0122

Das Boot ist zum ersten Mal draußen. Wir können alles reinigen, bevor es nun kielunten (so heißt das tatsächlich) weitergeht.DSC_0130DSC_0136DSC_0142

Der komplette Rumpf wird mit Epoxidharz beschichtet. Das schützt gegen Schläge und das Wasser.DSC_0144

Der Rumpf ist nun fertig. Jetzt bauen wir den Innenausbau. Der Boden wird aus Läche gefertigt. Das steht in schönem Kontrast zur Mahagoni-Schale.DSC_0146

Schutz und Stabilität für die Außenwand.DSC_0147Das Deck ist verklebt aus Mahagoni mit einem Mittelstreifen aus Lärche. DSC_0153

Natürlich wird oben auch alles gut beschichtet und mit Epoxy verpackt.DSC_0159

Zwei Helfer.DSC_0163

Ein großer Aufwand ist das, wenn man das komplette Boot noch einmal schleifen muss. Das ist allerdings notwendig, da die beschichteten Flächen zusätzlich noch mit einem UV-beständigen Lack versiegelt werden müssen. Alles wird dann penibel gereinigt, noch einmal kontrolliert und für den großen Lackiertag vorbereitet.DSC_0168DSC_0169

Fehlt noch der Boden.DSC_0196DSC_0172DSC_0178

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Der Boden ist an die Bootsform angepasst und in der Länge in Cassetten unterteilt. So kann man ihn auch allein herausheben.DSC_0256

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Die Zille bekommt noch Sitzbänke, die verschiebbar sind. Der hintere Teil des Bodens kann aufgeklappt werden, damit der Fischer Wasser abschöpfen kann. Für die Fortbewegung montieren wir noch Ruder und einen kleinen Elektromotor.

Das ist nun aus unseren Brettern, Platten und Leisten geworden: eine schöne Zille für die Alte Donau.

Österreich wird grün (vom 3.4.2012)

Nein, keine Angst, du bist richtig. Es geht hier auch nicht um die politische Wende in Österreich. Da war wohl der Wunsch Vater deiner Gedanken.
Wir sind natürlich nach wie vor bei unserem geliebten Rudersport. In sportlich-politischen Belangen spielt Grün zwar keine Rolle, ist aber aus dem optischen Bild der Ruderei nicht mehr weg zu denken.

Bei den Booten dominieren weltweit Weiß mit Blau, Gelb, Rot, während sich in den österreichischen Vereinen auch Weiß mit Rot zu halten scheint.

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Bei den Skulls und Riemen ist die Palette allerdings schon kleiner. Wir erinnern uns an die ersten Carbon-Ruder der Gebrüder DREISSIGACKER mit den weißen Manschetten. Irgendwann kamen die rosa Manschetten von Crocker dazu. Das war eine echte Provokation für das Auge und für den Markt. DREISSIGACKER wurde Concept2 und die Manschetten später hellgrün. Fortentwicklungen der Blattformen folgten, überzeugten, Concept2 ist nicht umsonst Weltmarktführer.

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Seit 2009 vertrete ich nun Sandro Wehrlis Concept2 Österreich-Schweiz. Wir sind im zweiten Jahr des großartigen Sponsorings der Nationalmannschaften. Alle Boote von Junioren über U23 bis in die offene Klasse werden mit Skulls, Riemen und Ergometern von jährlich 25.000 € ausgestattet. Das ist wirklich beispiellos, wenn man bedenkt, dass die momentanen Erfolge potentielle Sponsoren nich gerade Schlange stehen lassen.

Schön ist auch, dass die Vereine die Farbe des Erfolges sehen und mitgehen. Die Weltspitze macht uns das vor, machen wir mit.

Bis die Tage,
Anja

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Das Nationalteam in neuem Design

„Ganz schön rot, aber cool!“ So formulierte es Lisa Hirtenlehner, die den Österreichischen Ruderverband bei der Junioren EM in Bled vertreten wird. Das trifft es auf den Kopf, aber so soll das auch sein.

In den Jahren 2010 und 2011 durfte ich die Nationalmannschaft des ÖRV bereits mit Ruderbekleidung der Topmarke JL ausstatten. Das alte Design, der blaue-weiße Rennanzug mit mit den roten Seitenstreifen wurde übernommen. Mit Österreich hatte dieses Design nur leider wenig zu tun.

Wir, das sind Sportkoordinator Norbert Lambing und ich, haben uns also zusammen gesetzt und eine komplett neue Linie entworfen. Rot-weiß-rot in allen Bekleidungskomponenten, die Signalfarbe als Blickfang, die Mannschaft zukünftig ein Blickfang.

Die Junioren EM-Starter Lisa Hirtenlehner, Christoph Seifriedsberger, Ferdi Querfeld, Mario Santer und die Trainer Riess, Praschnig und Sandhäugl nahmen bei der Regatta in Klagenfurt stellvertretend für die gesamte EM-Mannschaft die begehrten Rucksäcke in Empfang. Aber Bilder sagen auch in diesem Fall mehr als Worte ..

Unser „Einkleidungstermin“ an meinem Regattastand mit den Sportlern, Trainern und Junioren-Nationaltrainer.

Treffpunkt Regattastand Klagenfurtfangen wir mal mit den Rucksäcken anMario und LisaAuch die Trainer sollen gut aussehen.

Stefan im PoloShirtDer Rennanzug.

Marios starker RückenDSC_0405

Das AUT TechShirt.

AUT-TechShirt kurzarmLisa Ferdi zeigt Bizeps

Ein Teil des Teams vor Wörthersee-Kullisse.

Christoph, Lisa, Ferdi und "Sandy"

Fertigmachen zum Modeln.

Wie stellen wir uns denn nun hin?Jacke zuWind und Wörtherseelocker im WindIn diesem Sinne.

GO AUSTRIA

Einladung zum Sommerfest am 13. Mai

Saisoneröffnung ging sich in diesem Jahr nicht aus. Wir sind also auf den 13. Mai gerutscht und nennen das einfach Sommerfest. Du bist eingeladen mit uns zu essen, zu trinken und zu plaudern. Ich freu mich über deine Zusage.

Anja

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Der frühe Vogel … (vom 07.02.2012)

AUSTRIA

Die Ruderszene liegt auf Eis, zumindest sieht es für Außenstehende so aus. Aber eigentlich ist das nicht so. Der Winter zieht die Szene immer ein wenig auseinander. Die Ruderer sind ihren Vereinen und bereiten sich auf die Saison vor. Jeder auf seine Art, in seinem Bereich.
Trainingsruderer weichen in andere Gefilde aus oder in andere Sportarten, machen sich fit für die Saison. Vorstände und alle anderen Macher in den Vereinen schließen das eine Jahr ab und bereiten das Laufende vor. Eine Menge Arbeit.

Für mich ist der Winter auch die Zeit der Planung und Vorbereitung auf die Saison. Bei vielen Vorbereitungen in der Ruderszene bin ich ja involviert.

  • Bootsreparaturen und deren Kosten werden erhoben – ich liefere Zahlen und To-Do-Vorschläge für die Jahresplanung, denn Boote, auch Kunststoffboote, brauchen Wartung, so wie jedes technische Gerät
  • Material wird angeschafft – Ruder werden durchgezählt, bestellt – Lieferzeiten bedacht
  • defekte Teile (z. B. Manschetten und Gummigriffe) an Skulls und Riemen werden erneuert
  • Ruder-Bekleidung für das Team wird bestellt

Ich freue mich immer, wenn wir die Ruderauszeit über den Winter nutzen und uns den Druck zum Saisonanfang herausnehmen.

Das war auch der Grund für unsere Kleideranprobe bei der Österreichischen Indoor Meisterschaft. Hier geht’s zum Artikel …

Bis die Tage,

Anja

Ein Blick zurück – Bericht vom 04.01.2012

2011 ist Vergangenheit, wir sollten nach vorn schauen. Aber noch nicht ganz, ein kurzer Blick zurück sei erlaubt.

Wie war mein Jahr, das Jahr der Bootsbaumeisterin? Auf jeden Fall aufregend. Die Homepage für meine Produkte www.rowing-shop.at ist richtig angelaufen. Mittlerweile deckt die Produktpalette wirklich alles ab, was der Ruderer benötigt. Besonders wichtig ist mir dabei, dass ich ausschliesslich auf Qualität setze. Geld durch den Verkauf von Billigprodukten ist schnell ausgegeben. Das lehne ich ab.
Mit der Ruderbekleidung von JL habe ich einen verlässlichen Lieferanten für Ruderbekleidung allerbester Qualität. Ich bin sehr stolz, dass auch der ÖRV das erkannt hat und von nun an auf Qualität setzt. Punktgenaue Bestellung versus tiefpreisige Massenlagerung. Ich bin überzeugt, dass sich das auszahlen wird. Die Ruderer jedenfalls, das weiß ich, sind begeistert.
Concept2, für mich die besten Ruder der Welt. Das sehe nicht nur ich so, sondern der größte Teil der Weltbesten. Die Österreichische Nationalmannschaft startete in 2011 fast ausschliesslich mit Concept2 Skulls und Riemen. Danke an Concept2 Schweiz für das Sponsoring aller Teams.
Der österreichische Ruderkalender ist in die zweite Auflage gestartet. AUSTRIA ROW 2012 (jetzt noch im Abverkauf zu haben).
Sehr gut beim Kunden angekommen sind auch die Ruderhandschuhe, die ich seit 2011 im Programm habe.

Mit Blick nach vorn

Bootsbaumeisterin ist kein sinnloser Markenname, sondern ich bin es wirklich. Neben den Produkten für den Rudersport, ist nach wie vor das Handwerk mein Hauptspielfeld. Auch da war das Jahr 2011 ein Gutes. Zum Jahresbeginn gleich der mit Abstand coolste und außergewöhnlichste Auftrag, das rollende Schiff, Auftraggeber ist das Wiener Burgtheater. Wow!
Kunststoffboote erobern mehr und mehr meine Werkstatt an der Alten Donau. SERVICE wird bei mir nach wie vor sehr groß geschrieben. Ich arbeite sändig an der Qualität, die sich für mich aus vielen Faktoren zusammen setzt.

Vergangenheit ist gut, aber der Blick nach vorn ist genauso wichtig. Der Jahreswechsel ist immer so ein schönes Ende und Anfang zugleich. Ich habe schon wieder ganz viele Ideen für das bevorstehende Jahr. Es wird sicher anstrengend werden, aber so ist das halt im Sport. Hinterher ist man müde und erschöpft, aber das fühlt sich gut an.

Danke für ein gutes Jahr, auf ein Neues!

Bis die Tage also,
Anja