Hintern hoch Leute

Am 2. Februar haben wir vom ÖRV-Mastersreferat eine interssante Veranstaltung für alle Fitnessruderer und Masters. Die Fitnessruderer erwähne ich deshalb zusätzlich, weil nicht nur über 26-jährige eingeladen sind sondern alle, die Interesse haben, auch diejenigen, die vielleicht keine Regatten besuchen und sich aus dem Grund nicht als Masters bezeichnen wollen.

Ganz besonders freue ich mich auf Dr. Paul Haber, der uns sicher viel wissenswertes mit auf den Weg geben wird.

Ich hoffe, dass wir eine große Gruppe sein werden.

Die Ausschreibung.

Alles kein Problem

Für mich eine ganz normale Sache, für die beteiligten Ruderer die helle Aufregung: Havarie auf der Donau. Das kommt ja auch zum Glück nicht alle Tage vor. Der Anruf kommt zu später Stunde, bin ja auch selbst schuld, wenn ich das Mobilfon nicht abschalte. Kurze Beschreibung des Vorfalls: ein Stromboot aus Holz war in der Nähe der Rollfähre in Klosterneuburg in eine Untiefe geraten und vollgeschlagen. Abkleben war nur bedingt möglich, das Boot musste an Ort und Stelle geborgen werden. Eine sehr unschöne Angelegenheit, zumal es schon sehr herbstlich ist und dementsprechend kalt.

am DonauuferAm nächsten Tag die Abstimmung mit Vereinsvorstand und Versicherung, oh ja, das Boot ist versichert, wir machen den Termin aus für den Bootstransport. Oder sollte man in dem Fall eher von „Bergung“ sprechen?

Wir organisieren also den Bootsanhänger für den nächsten Tag und verabreden uns draussen an der Donau, wo das Boot nach dem Unfall in Sicherheit gebracht worden war. Die AufladenBeteiligten zeigen mir den Schaden. Natürlich kommt wie immer die Frage, ob man das überhaubt wieder richtig hinbekommt. Und ich sage, auch wie immer, mein Na klar, kein Problem, das ist mein täglich‘ Brot.

In meiner Werkstatt angekommen begutachten wir den Schaden nun richtig, messen die zu ersetzenden Teile aus und machen Fotos für die Versicherung. Diese werden von mir noch Schadenaufnahmeam gleichen Tag per Email versandt, damit es später bei der Abwicklung keine Probleme gibt.

Am nächsten Werktag dann beginnt meine eigentliche Arbeit. Für mich ist das ein sehr schöner Auftrag. Ich mag dieses Plankeneinsetzen. Ein gewisse Routine habe ich natürlich aber trotzdem ist jede Planke ein eigenes Ding, eine eigene Herausforderung es besonders gut und schön hinzubekommen. Aber zuallererst schleife ich das komplette Boot.geschliffen Das muss sowieso gemacht werden und beim Schleifen kann ich mich immer sehr schön auf meinen neuen Patienten einlassen und ihn lückenlos während der gleichförmigen Arbeit mit der Maschine begutachten. So habe ich jeden Quadratzentimeter der Aussenhaut bearbeitet und kann mir ein gutes Bild über den Gesamtzustand machen.Massnehmen Erste Arbeitsschritte in Sachen Plankeneinsetzen sind das Verleimen der Neuen und das Ausschneiden der Defekten. Das Loch soll so klein wie möglich sein und alle beschädigten Bereiche sollten ersetzt werden. Für Zuschnitt, Anpassen und Einsetzen des neuen Plankenstückes nehme ich mir ganz besonders viel Zeit.

anpassen der neuen Planke

Je besser diese beim Einbau passt, umso weniger muss hinterher nachgearbeitet werden. Ist das neue Stück eingesetzt, wird die Oberfläche geschliffen und vorbereitet für die Beschichtung.

Farblich ist die neu eingesetzte Stelle gut, Ruderboote sind nur in seltenen Fällen gebeizt, man braucht also nichts farblich anpassen. Innen schleife, beschichte und lackiere ich natürlich ebenso.

Mittlerweile sind schon einige Arbeitstage, bedingt durch die langen Aushärtungszeiten, vergangen.

Mit der Reparaturstelle werden auch die übrigen schon etwas mager gewordenen Bereiche der Schale mehrmals die neue Plankebeschichtet und wieder geschliffen. Es ist sehr wichtig, dass die Schale aussen gut vor Feuchtigkeit und Schlag geschützt ist, deshalb die mehrmaligen Beschichtungen.

Folgt nur noch die penible Vorbereitung zur Endlackierung und eben diese.

Der Lack sollte noch beschichteneinige Tage richtig aushärten. Das Boot kann jetzt nach insgesamt etwas mehr als einer Woche wieder eingesetzt werden.

In der Bootshalle wartet der Vierer nun auf den nächsten Einsatz.

Die Ruderer sind sicher empfindlicher und um einiges achtsamer jetzt, das ist auch gut so.

zurück in der Bootshalle

Schön aufpassen!

Holz oder Kunststoff?

Oh, das ist ein ganz schwieriges Thema. Gerade bei mir, wo doch da gleich mehrere Herzen in meiner Brust schlagen, um genau zu sein je zwei Herzen in zwei Brüsten. Dies ist nicht falsch zu verstehen, ich meine natürlich die Herzen für Holz oder Kunststoff als Ruderin und als Bootsbauerin.

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Nette Skulptur

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 Habe ich beim radeln in Burgos, Spanien entdeckt. Na, die könnte doch vielleicht „Bootsbaumeisterin“ heißen oder? Würde doch passen.

Ich weiß, das Boot ist natürlich viel zu kurz und zu breit …

Zu Hause inne alte Heimat

rcwitten_schrift_1.gifWenn ich ins Ruhrgebiet fahre, dann ist das immer eine Reise in die Vergangenheit. Von1993 bis 2001 habe ich die Umgebung von Bochum bootsbauerisch mit Reparaturen betreut und seit meinem Weggang dort hat sich nicht wirklich eine Alternative für meine ehemaligen Kunden aufgetan.
Das ist der Grund, warum ich mich ab und zu melde und meine Anwesenheit und das zur Verfügung stehende Zeitfenster für mögliche Bootsreparaturen angebe.

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Trainer gefällig?

Tennisstunden, Golfstunden, Snowboardstunden, alles ganz normal. Schon mal was von Ruderstunden gehört? Nicht wirklich, oder?

Die Rudervereine sind mittlerweile überfordert mit den vielen Ruderwilligen. Es werden Anfängerkurse angeboten aber nach dem ersten Zehnerblock oder der Einführungswoche ist man dann auf Mitruderer mit gefestigten Kenntnissen angewiesen und das ist nicht immer einfach, jemanden zu finden. Die Vereinskollegen möchten die wenige Zeit, die sie für den Sport haben nicht damit verbringen, anderen das Rudern zu erlernen.Trainerstunden können da unterstützend helfen, dass sich nicht von Anfang an grobe Fehler manifestieren durch einfaches „Mitrudern“ ohne geschultes Auge von Außen.
Ebenso das Handling mit dem sehr teuren und empfindlichen Bootsmaterial sollte erlernt werden.

Bei Interesse melde dich bei mir!

Instandhaltung heißt das Zauberwort

Ja sicher kannst du dir ein Auto kaufen, na klar, und nur das Tanken ist notwendig, sonst fährt es ja nicht.
Waschen? Wozu? Das sollte der Lack schon aushalten. Wenn irgendein Teil sich lockert oder herunter fällt, schraubst du es notdürftig wieder an, irgendeine Schraube findet sich sicher im Keller. Wenn der Kotflügel eine Beule bekommt macht das nix, im Baumarkt gibt es Polyesterspachtel, damit kannst du es einigermaßen zuspachteln, aber erst, wenn du wieder Zeit hast, vorher klebst du es notdürftig mit Klebeband zu. Farblich bekommst du das dann nachher auch einigermaßen hin, da gibt es Sprayflaschen in vielen Farben.
Das Auto zum Service bringen, wozu? Das ist viel zu teuer. Wenn es überall klappert und unansehnlich ist, hast du sowieso keine Lust mehr, damit zu fahren, wozu jetzt noch unnötig Geld ausgeben? Am besten stellst du es ganz hinten in die Garage und kaufst dir ein neues Auto.

Wer will schon in so einem verdreckten, alten, klappernden Ding fahren?

(Ähnlichkeiten rein zufällig)