Rudern hören (Beitrag vom 1.8.2014)

Die EURO MASTERS REGATTA in München war ein tolles Fest für die betagteren Ruderer. Auch wenn ich diesmal ohne eine Siegermedaille ausgekommen bin, hat es sehr viel Spaß gemacht all die Ruderer, Bekannten und ehemalige Weggefährten zu treffen.

Die Tage danach bin ich dort geblieben. Lies mal …

Ist dir das nicht genug über Boote und Rudern, höre dir am Sonntag um 18:15 bei Ö1 – Moment am Sonntag an. Boote, Rudern, alles was unser Herz begehrt.

Bis die Tage
Anja

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Nachts rudern? (Bericht vom 25.06.2014)

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Der Vienna Nightrow geht in die vierte Runde. Von den Traditionalisten anfänglich etwas skeptisch beäugt, konnte sich diese Idee letztendlich, zum Glück und zum Trotz, durchsetzen. Der Vienna Nightrow zeigt, dass Rudern auch Spaß machen kann, ob als Ruderer oder Zuschauer. Die Regatta wird zum Fest.

Glückwunsch LIA!

Bis die Tage
Anja

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AUSTRIA ROW! (Bericht vom 19.05.2013)

AUSTRIA_Fan_ShirtDas klingt nach Patriotismus, soll es auch. Gesunder Patriotismus ist wichtig für den Sport, für die Sportler. Gerade im Rudern, wo Anerkunnung nicht mit Geld aufgewogen und abgegolten wird, was dem Sport gut tut, sollte man den Athleten Anerkunnung zollen für ihre Leistung, die sie tagtäglich im Training und letztendlich in den für uns sichtbaren Rennen erbringen.

Auch auf den eigenen Sport darf man stolz sein. Heuer haben wir die U23 WM in Ottensheim und unsere Athleten sind auf gutem Wege dorthin. Ich hoffe, dass neben Familienangehörigen und Vereinskollegen auch andere Fans anreisen und sie bejubeln werden.

Mein erstes VIENNAROW Shirt ist zunhaben, weitere folgen. Mehr zu VIENNAROW demnächst hier.

Bis die Tage,

Anja

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Die Saison beginnt (Artikel vom 19.04.2013)

In unserer Sportart benötigen wir das Wasser. Unsere Rudervereine befinden sich oftmals in sehr priviligierter Lage. Denken wir an die wunderschönen Plätze an den großen Seen, immer wieder schön. Ich bleibe natürlich in Wien und lobe mir die Alte Donau als Ruhepol in der geschäftigen Stadt. Der Erholungswert am Wasser wid als sehr hoch eingestuft. Wasser wirkt beruhigend, stresseduzierend, das können wir alle bestätigen. Wasser ist allerdings auch nicht ganz ungefährlich. Wir hatten heuer einen sehr langen Winter. Die Wassertemperaturen lagen Anfang April nur knapp über dem Gefrierpunkt. Problematisch für die Rennruderer, wenn die Saison naht. Ich erinnere mich an das Jahr 2012, wo es bei der Wiener Frühjahrsregatta zu mehreren Kenterungen junger Ruderer kam. Zum Glück kamen alle mit dem Schrecken, schlimmstenfalls mit einer Verkühlung davon. Gut, dass sie sofort von den Streckenposten aufgegriffen werden konnten. Auch in Wels ging Anfang des Winters die Kenterung einer Einerfahrerin und deren Trainer gut aus. Auf einem See nahe Berlin kam jede Hilfe zu spät, 2 junge Ruderer sind letzten Winter dort ertrunken. Diese Vorfälle sollten zum Nachdenken anregen. Ich weiß, dass es nur wenige Fälle von Todesopfern in der Ruderszene gibt, aber jedes Opfer ist eines zu viel. Trainer und Eltern können mit dieser Problematik nur sehr schlecht umgehen. Besorgte Eltern werden dann leicht als überfürsorglich und hysterisch angesehen, Trainern wird leicht unverantwortliches Handeln oder Gedankenlosigkeit unterstellt. Mögliche Lösungsvorschläge: – Jeder Verein muss einen Beauftragten für Sicherheit haben, der über die Risiken informiert. Schulungen und Unterweisungen müssen Pflicht sein. Texte nachzulesen im Internet reichen nicht aus. – Es sollte Richtwerte geben für die Benutzung von Kleinbooten bei kalten Temperaturen. Beispiel: Summe aus Wassertemperatur und Lufttemperatur < 30° C müssen 4 Ruder im Boot sein, also 4 Skulls = Doppelzweier oder 4 Riemen = Vierer. – Es sollten in jedem Verein Schwimmwesten zur Verfügung stehen bzw. auf die Möglichkeit eines Kaufs hingewiesen werden. – Bei kalten Temperaturen muss ein Motorboot in der Nähe sein, wenn Jugendliche auf’s Wasser gehen. – Bei Regatten bis Mitte April sollten keine Kleinbootrennen in der Schülerklasse ausgeschrieben werden. Es könnten ausnahmsweise Starts vereinsübergreifend erlaubt sein um auch kleinen Vereinen Starts in Großbooten zu ermöglichen. Wichtig ist, dass die betreffenden Personen, Ruderer, Betreuer und Eltern, Richtwerte an die Hand bekommen. Freuen wir uns nun auf die bevorstehende Saison und warme Temperaturen. Bis die Tage, Anja

ZEIT (Bericht vom 14.03.2013)

Zeit zu haben ist heutzutage Luxus, sich Zeit zu nehmen für manche gar nicht so einfach. Bootsbauerei und das Rudern sind saisonabhängig und so habe ich das Glück, mich im Winter vom anstrengenden Sommer zu erholen. Ich kann mir Zeit nehmen. Was ich besonders genieße, ist die Zeit zum Lesen. Winterluxus.

Schlagmann

Das Buch, das mich in den letzten Wochen am meisten berührt hat, ist ein Buch über den ehemals stärksten Ruderer der Welt. Er saß 1988 im bundesdeutschen Männerachter, ich im Achter der Frauen. Wir hatten unsere gemeinsamen Regatten und zahlreiche Trainingslager in den 2 Jahren vor den Olympischen Spielen. Bahne Rabe war immer schon ein seltsamer Kerl gewesen über den es immer irgendwelche schrägen Geschichten gab.
Dass dieser 2,03 m große Athlet, der seine Hinterkopf-Klimmzüge mit einer unglaublichen Leichtigkeit absolvierte, sich Jahre nach seinem Olympiasieg zu Tode hungern würde, ist nach wie vor unglaublich.

Schlagmann“ von Evi Simeoni ist ein sehr guter Einblick in den Leistungssport und wirft Fragen auf. Ist Leistungssport unmenschlich und brutal? Was sind das für Menschen, die sich das antun? Das Buch gibt einen Einblick in die Welt des Hochleistungssportlers abseits von Jubelszenen mit Goldmedaille auf der großen Bühne.
Beim Lesen kam für mich vieles aus der alten Zeit ins Gedächtnis zurück, obwohl es sich um eine, laut Autorin, fiktive Geschichte handelt. Viele offene Fragen und eine Menge Stoff zum Nachdenken sicherlich für jeden Leser. Sehr empfehlenswert!

Aber nun zurück in die Gegenwart. Hier kannst du Neues vom Nationalteam lesen.

Um das Rudern im weitesten Sinne, geht es auch in meinem letzten Artikel über den Ausleger.

Bis die Tage,
Anja

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AUSTRIA-Team in rot-weiß-rot (Bericht vom 4. Juni 2012)

Die österreichische Nationalmannschaft schwört auf Grün, das war letztens Thema auf dieser Seite.

Nun sorge ich auch für Rot im Team. Rote Rennanzüge für das Nationalteam, so wie sich’s gehört, rot-weiße Trainingsanzüge und TechShirts. Das alles in Superqualität von JL.

GO AUSTRIA

Hier geht’s zum Bericht.GO AUSTRIA

Bis die Tage,
Anja

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Österreich wird grün (vom 3.4.2012)

Nein, keine Angst, du bist richtig. Es geht hier auch nicht um die politische Wende in Österreich. Da war wohl der Wunsch Vater deiner Gedanken.
Wir sind natürlich nach wie vor bei unserem geliebten Rudersport. In sportlich-politischen Belangen spielt Grün zwar keine Rolle, ist aber aus dem optischen Bild der Ruderei nicht mehr weg zu denken.

Bei den Booten dominieren weltweit Weiß mit Blau, Gelb, Rot, während sich in den österreichischen Vereinen auch Weiß mit Rot zu halten scheint.

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Bei den Skulls und Riemen ist die Palette allerdings schon kleiner. Wir erinnern uns an die ersten Carbon-Ruder der Gebrüder DREISSIGACKER mit den weißen Manschetten. Irgendwann kamen die rosa Manschetten von Crocker dazu. Das war eine echte Provokation für das Auge und für den Markt. DREISSIGACKER wurde Concept2 und die Manschetten später hellgrün. Fortentwicklungen der Blattformen folgten, überzeugten, Concept2 ist nicht umsonst Weltmarktführer.

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Seit 2009 vertrete ich nun Sandro Wehrlis Concept2 Österreich-Schweiz. Wir sind im zweiten Jahr des großartigen Sponsorings der Nationalmannschaften. Alle Boote von Junioren über U23 bis in die offene Klasse werden mit Skulls, Riemen und Ergometern von jährlich 25.000 € ausgestattet. Das ist wirklich beispiellos, wenn man bedenkt, dass die momentanen Erfolge potentielle Sponsoren nich gerade Schlange stehen lassen.

Schön ist auch, dass die Vereine die Farbe des Erfolges sehen und mitgehen. Die Weltspitze macht uns das vor, machen wir mit.

Bis die Tage,
Anja

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Der frühe Vogel … (vom 07.02.2012)

AUSTRIA

Die Ruderszene liegt auf Eis, zumindest sieht es für Außenstehende so aus. Aber eigentlich ist das nicht so. Der Winter zieht die Szene immer ein wenig auseinander. Die Ruderer sind ihren Vereinen und bereiten sich auf die Saison vor. Jeder auf seine Art, in seinem Bereich.
Trainingsruderer weichen in andere Gefilde aus oder in andere Sportarten, machen sich fit für die Saison. Vorstände und alle anderen Macher in den Vereinen schließen das eine Jahr ab und bereiten das Laufende vor. Eine Menge Arbeit.

Für mich ist der Winter auch die Zeit der Planung und Vorbereitung auf die Saison. Bei vielen Vorbereitungen in der Ruderszene bin ich ja involviert.

  • Bootsreparaturen und deren Kosten werden erhoben – ich liefere Zahlen und To-Do-Vorschläge für die Jahresplanung, denn Boote, auch Kunststoffboote, brauchen Wartung, so wie jedes technische Gerät
  • Material wird angeschafft – Ruder werden durchgezählt, bestellt – Lieferzeiten bedacht
  • defekte Teile (z. B. Manschetten und Gummigriffe) an Skulls und Riemen werden erneuert
  • Ruder-Bekleidung für das Team wird bestellt

Ich freue mich immer, wenn wir die Ruderauszeit über den Winter nutzen und uns den Druck zum Saisonanfang herausnehmen.

Das war auch der Grund für unsere Kleideranprobe bei der Österreichischen Indoor Meisterschaft. Hier geht’s zum Artikel …

Bis die Tage,

Anja

Ein Blick zurück – Bericht vom 04.01.2012

2011 ist Vergangenheit, wir sollten nach vorn schauen. Aber noch nicht ganz, ein kurzer Blick zurück sei erlaubt.

Wie war mein Jahr, das Jahr der Bootsbaumeisterin? Auf jeden Fall aufregend. Die Homepage für meine Produkte www.rowing-shop.at ist richtig angelaufen. Mittlerweile deckt die Produktpalette wirklich alles ab, was der Ruderer benötigt. Besonders wichtig ist mir dabei, dass ich ausschliesslich auf Qualität setze. Geld durch den Verkauf von Billigprodukten ist schnell ausgegeben. Das lehne ich ab.
Mit der Ruderbekleidung von JL habe ich einen verlässlichen Lieferanten für Ruderbekleidung allerbester Qualität. Ich bin sehr stolz, dass auch der ÖRV das erkannt hat und von nun an auf Qualität setzt. Punktgenaue Bestellung versus tiefpreisige Massenlagerung. Ich bin überzeugt, dass sich das auszahlen wird. Die Ruderer jedenfalls, das weiß ich, sind begeistert.
Concept2, für mich die besten Ruder der Welt. Das sehe nicht nur ich so, sondern der größte Teil der Weltbesten. Die Österreichische Nationalmannschaft startete in 2011 fast ausschliesslich mit Concept2 Skulls und Riemen. Danke an Concept2 Schweiz für das Sponsoring aller Teams.
Der österreichische Ruderkalender ist in die zweite Auflage gestartet. AUSTRIA ROW 2012 (jetzt noch im Abverkauf zu haben).
Sehr gut beim Kunden angekommen sind auch die Ruderhandschuhe, die ich seit 2011 im Programm habe.

Mit Blick nach vorn

Bootsbaumeisterin ist kein sinnloser Markenname, sondern ich bin es wirklich. Neben den Produkten für den Rudersport, ist nach wie vor das Handwerk mein Hauptspielfeld. Auch da war das Jahr 2011 ein Gutes. Zum Jahresbeginn gleich der mit Abstand coolste und außergewöhnlichste Auftrag, das rollende Schiff, Auftraggeber ist das Wiener Burgtheater. Wow!
Kunststoffboote erobern mehr und mehr meine Werkstatt an der Alten Donau. SERVICE wird bei mir nach wie vor sehr groß geschrieben. Ich arbeite sändig an der Qualität, die sich für mich aus vielen Faktoren zusammen setzt.

Vergangenheit ist gut, aber der Blick nach vorn ist genauso wichtig. Der Jahreswechsel ist immer so ein schönes Ende und Anfang zugleich. Ich habe schon wieder ganz viele Ideen für das bevorstehende Jahr. Es wird sicher anstrengend werden, aber so ist das halt im Sport. Hinterher ist man müde und erschöpft, aber das fühlt sich gut an.

Danke für ein gutes Jahr, auf ein Neues!

Bis die Tage also,
Anja