Es geht wieder los

Da gibt es eine ganze Kategorie „Anja rudert“ und die ist jahrelang nicht mehr befüllt worden. Was nicht heißen soll, dass ich gar nicht gerudert bin, nein. Es gab einfach nichts Spektakuläres zu berichten.

Dieser Artikel ist auch nicht wirklich aufregend, aber er ist mal ein Anfang. Das Inn River Race ist, soweit ich weiß, eine der größten Langstrecken-Regatten Deutschlands, wenn nicht, dann ist sie auf jeden Fall eine der frühesten im Jahr. Gut zum Aufwachen nach dem Wintertraining. Passau ist ja auch immer eine Reise wert.

Die Bedingungen waren grandios gut. Die Temperaturen frühlingshaft, leichter Schiebewind, sehr angenehm. Es hat ja in den letzten Jahren auch schon andere Fälle gegeben, wo die Ruderer in Passau angereist waren und kein Wasser im Inn vorfanden.

Nun aber zum Rennen: Ich hätte es bis vor kurzem nicht für möglich gehalten, dass ich einmal in einem Doppelachter starten würde, da es meiner Ansicht nach diese Bootsklasse gar nicht gibt. Unsere grandiose Mannschaft war eine Renngemeinschaft aus Pirat, LIA und Donauhort. Ruth Wood, die (Super-) Steuerfrau, Katy Woolcock, Alina Neunkirchner, Reka Petercsack (alle LIA), Natalie Zurr (DOH) und wir Piraten Verena Menschik, Hannes Hörmannsdorfer, Paul Petritsch, Fabian Lahrz und ich.

Dafür, dass wir vorher nie zuammen im Boot saßen, hatten wir einen erstaunlich guten Rhythmus und konnten den tagesschnellsten Achter fast 2 km auf Distanz halten. Und das nur, weil Ruth uns gedroht hatte, dass sie noch niemals im Steuerfrauenleben überholt worden sei.

Motivation ist (offensichtlich) alles!

Mixed 8x+

Erstaunlich beim Inn River Race ist, dass es kaum möglich ist, NICHT zu gewinnen. Gefühlt hat es mehr Sieger als Besigte im Zelt gegeben, scheinbar ging fast jeder mit einem der Bierkrüge freudestrahlend nach Hause.So hatten wirklich ausnahmlos alle ihren Spaß und einen schönen Regatta-Tag.

Zwei Mal Zwei

Natürlich waren wir in der Zwischenzeit schon wieder fleissig. Rudernd, versteht sich. Wir wollten unbedingt einmal die 1000 m Strecke fahren, was in Österreich für die Mastersfrauen relativ schwierig ist. „Zwei Mal Zwei“ weiterlesen

„Schnell zur Wende und dann treten!“

Es ist das Jahr 2009. Das Jahr in dem das World Masters Meeting in Wien stattfindet. Kathi Kühne und ich wollen es wieder wissen dieses Jahr. Den Doppelzweier und Zweier ohne konnten wir jeweils schon einmal gewinnen vor einigen Jahren, eigentlich immer, wenn wir angetreten sind.

Wir sind also einigermassen motiviert für den Herbst. Wir wissen beide, dass wir ohne Rennen vorher gar nicht antreten müssen und haben uns gleich zur 4 km Langstrecke auf der Alten Donau gemeldet.

Ich habe die richtigen Skulls für uns ausgesucht.
Dreissigacker Ruder von Concept2. Ultralights, Smoothies 2 mit Vortexkante, Länge 284-289 cm.
Ich trag schon mal die Ruder zum Floss.

Treffen vor dem Rennen.
Auch schon da.

Der eine oder andere Tratsch darf bei mir nicht fehlen.
Haltung bewahren, es könnten Fotografen in der Nähe sein.

Die grünen Manschetten.
Diese Skulls müssen sein.

Stemmbretter einstellen.
Spannung

Der Wind bläst ganz schön heftig, wie man sieht.
Kalt und windig ist es heute.

Wir starten.
Fliegender Start.

Da sind wir schon im Rennen.
Laufen lassen.

Auf den ersten 2 km bis zur Wende schiebt der Wind ganz schön.
Zusammen.

Schnell ins Wasser, kräftig durch und laufen lassen.
Ãœber das Wasser.

Gemeinsamer Durchzug.

Die Wende gestaltet sich ein wenig schwierig, da bei dem starken Wind die Bojen sehr schlecht zu erkennen sind. Ausserdem gibt’s natürlich Seitenwellen, die ein wenig stören.

Der Rückweg ist hammerhart. Starker Gegenwind. Die Superspruch von Kathi, siehe Überschrift, ist toll, aber wenn die Arme lang werden, fällt das Schmunzeln etwas schwer beim Gedanken an diese tolle Taktik. Danke übrigens, Kathi.
Echt schwieriges Wasser.

Am Gänsehäufel vorbei, allerdings ohne Schwimmer bei diesem Sauwetter.
Schon bemerkt? Wir fahren im Holzboot.

Toller Baumbestand, aber dafür haben wir glaub ich keine Augen.
Jetzt ist es nicht mehr weit.

Ziel.
Technisch sauber rudern jetzt, da schauen Leute zu.

Wir sind zufrieden mit unserer Leistung. Besser hätten wir es nicht machen können, haben gut gekämpft und sind technisch sauber durch die Wellen gefahren.

Ob wir die Medaillen wirklich verdient haben, ist fraglich, unsere Gegner hatten vorher abgemeldet.
Smile.

Wir freuen uns trotzdem, wie man sieht.

Die VIENNA ROWING CHALLENGE – Eine Idee

Anfangs war es eine unglückliche Terminplanung, die die traditionelle „Wiener Frühjahrsregatta“ und die „Argo-Langstrecke“ zusammenbrachten. Wie soll das gehen, wenn an einem Wochenende zwei Wiener Regatten stattfinden? Zusammenlegen und eine Veranstaltung draus machen, war die Antwort. Das war 2004, anfänglich mussten auch beide Veranstaltungen noch beim Namen genannt werden.
Jan mit dem 2007er Plakat

Zwei Mal also wurden samstags die 4,5 km Langstrecke und sonntags die 500 m Kurzstrecke ausgetragen. Problem war allerdins immer, dass die beiden Veranstalter niemals richtig die Eigenständigkeit der eigenen Regatta aufgeben wollten. Der WRK Argonauten übernahm mehr und mehr Verantwortung. Das kreative Kernteam mit Katharina Kühne und mir war geboren und hatte sich Grosses vorgenommen. Anja, die Visionärin mit unendlich vielen Ideen und Kathi als Relalistin und Realisiererin, ein perfektes Team.

Katharina Kühne
alles im Blick

Es wurde zum Problem, dass für eine Zwei-Tages-Regatta nahezu 3 Tage lang das komplette Argonauten-Team arbeiten musste. Außerdem war es nicht so einfach, die Stimmung auf Niveau zu halten. Ein Tag würde immer verlieren. Auch dafür gab es eine Lösung: Wir legten beide Rennen auf den Samstag und hatten in meinen Augen die beste Ausschreibung in den insgesamt 5 Jahren. Samstagfrüh die Langstrecke, danach Mittagspause mit etwas Erholung, Essen, Rahmenprogramm mit Live-Musik und der späteren Kurzstrecke über 1000 m, für Schüler 500 m. Zum Abschluss die Siegerehrung.

Das war eine echte Challenge!

Auf dem Balkon hat man alles bestens im Blick:
Anke Molenthin, ich, Dr. Markovic

Bewirtung für die VIPs:
Fischer Wein

ÖRV-Präsident Helmar Hasenöhrl gibt sich die Ehre:
Anstecker für den Präsidenten
Im benachbarten Ausland gibt es mittlerweile einige Veranstaltungen diesen Formats, die völlig unterschiedliche Belastungen an einem Tag abfragen und so zur Herausforderung, zur Challenge, werden. Natürlich ist das hammerhart, erst ein Langstreckenrennen zu fahren und einige Stunden später noch 1000 m draufzulegen. Aber eine Regatta ist ja auch kein Zuckerschlecken. Eine derartige Veranstaltung konnte sich aber in Wien nicht etablieren, vielleicht haben wir es auch nicht vehement genug versucht, die „angehängte“ Kurzstrecke wurde teilweise verschmäht, nicht gemeldet. Das Konzept kam einfach nicht an. Wie gesagt, ich fand das sehr schade, einfach weil es etwas komplett Anderes gewesen wäre, was man hätte noch ausbauen können.

Am Floß

Der Ausstieg des Wiener Ruderverbandes aus der Regattaorganisation brachte dann die endgültige Entscheidung, in Zukunft nurmehr die Langstrecke auszutragen, da alles andere mit zu viel Aufwand verbunden gewesen wäre und von dem kleinen Team und Verein nicht hätte bewerkstelligt werden können.

Ab 2007 ging es also allein weiter, die komplette Organisation hing an uns aber auch die komplette Kreativität lag in unserer Hand. Wir durften uns austoben.
„Bei uns soll sich jeder einen Tag lang wohlfühlen, niemand soll sich langweilen“, das war unser Motto.
Das hieß, jede Alters- und jede Leistungsgruppe sollte abgedeckt werden und so fing es an bei den Kleinsten, die im Kinderzelt spielen und basteln konnten und betreut wurden.
Schiffchen von den Kindern gebastelt

Jan, 8 Jahre

Kinder, die schon ein wenig rudern konnten, nahmen am Geschicklichkeitsparcours der Kinder teil. Dieser Programmpunkt lag mir persönlich immer ganz besonders am Herzen. Kinder sollten an jede Sportart spielerisch herangehen, spielend mit dem Material umgehen lernen und sollten deshalb andere „Wettkämpfe“ bestreiten können als nur dieses „besonders schnell geradeaus Rudern“. Das ist in meinen Augen viel zu fad für die jungen Einsteiger.
Heinz gibt Anweisungen
Unser erfahrener Schiedsrichter Heinz Ruth war immer ein sehr netter, ruhiger Partner beim Ausführen dieses Bewerbes. In seiner ruhigen Art konnte er die Kinder und Jugendlichen sicher ins „Rennen“ schicken. Sie hatten jeweils einen Parcours um diverse Bojen zu bewältigen, bei dem einfach nur die Grundkenntnisse des Einer-Ruderns abgefragt wurde. Der Zieleinlauf wurde verkündet durch das Zerplatzen des Luftballons, wenn das Boot mit der am Heck befestigten Nadel das Floß erreicht hatte. Ein echter Spaß! Gottfried und Jan als wichtige Helfer
Es wurden erfreuliche Leistungen geboten aber teilweise war es auch erschreckend, wie mangelhaft einfachste Manöver wie Streichen oder eine Wende auf der Stelle ausgeführt wurden.
Der Parcours wurde mit den Jahren immer besser angenommen und erfreulich war, dass die jungen Teilnehmer dann auch dafür geübt, also mit etwas Motivation diese Grundkenntnisse trainiert hatten.

Ziel erreicht, würde ich mal sagen.

2008 wurden alle TeilnehmerInnen mit einem bootsbaumeisterin.com-Shirt belohnt.
bootsbaumeisterin.com-Shirt für alle

Die fortgeschrittenen Jugendlichen konnten schon bei den Großen mitfahren.
Die Strecke über 4,5 km, die optimale Distanz für den Saisonanfang. Schnelligkeit und Renntempo sind um diese Zeit Anfang Mai noch nicht so präsent. Die zahlreichen Meldungen zeigten uns, dass das Konzept angenommen wurde.

vor dem Start

Boote sortieren

Ungeschlagen, Aram Lemmerer als Regattasprecher:
wortgewandt

Sehr erfreulich für uns war natürlich die Aufnahme der VIENNA ROWING CHALLENGE in die Wertung der ÖVM 2007 und in Folge auch 2008, eine Art Cup-Wertung des ÖRV. Das bringt viele zusätzliche Meldungen, da viele Vereine eine hohe Motivation zum Punktesammeln an den Tag legen.

Die Technik im Griff

Für die sportlichen Vorstände gab es auch noch die Möglichkeit, ihr ruderisches Können zu zeigen. Das Rennen um den Bierfassl-Fünfer war zunächst von uns eher als Gag gedacht, wurde aber sehr sehr ernst genommen und musste rennmäßig und schiedsrichtertechnisch voll betreut werden.
rudernde Vorstände im Bierfassl-Fünfer

Alle kamen auf ihre Kosten. Ja, das kann man sicher sagen. Auch wir, die Oranisatoren. Es macht sehr zufrieden, wenn man Ideen hat, sie umsetzt und das Resultat angenommen wird, die Menschen den schönen Tag haben, wie von uns gewünscht. Das macht echt Spaß!

geselliges Beisammensein

Tochter Lena im bootsbaumeisterin-Shirt, wie sich das gehört

Zwischendurch auch reden und verabschieden, ganz offiziell:
Verabschiedung des ÖRV-Präsidenten

Platz für Präsentationen:
Mirror Pilot 2008

Fischer Wein 2008Waterrower 2007

Auch wenn ich in der Vergangenheit schreibe, ist die VRC nicht zu Ende.

ICH bin diejenige, die geht. Ich trenne mich nur schwer, war es doch ein wenig „unser Baby“.

Aber,man soll ja bekanntlich immer dann gehen, wenn’s am schönsten ist …
Blick nach vorn

Meine „Rose vom Wörthersee“

In meinem Artikel „Bootsbaumeisterin trifft Ruderin“ habe ich ja schon ein wenig über meine Idee geschrieben, an der Rose teilzunehmen.

Das Ganze startet mit der Anmeldung, ganz spontan abends am Computer, dann muss ein Boot her, ach, da hängt doch noch Eines unter dem Werkstattdach. Seit mehr als einem Jahrzehnt unbewegt, außer bei Übersiedlungen. Kein Wasser in Sicht. Ob es noch schwimmt? Die Bootsbaumeisterin kann natürlich nicht mit stumpfem Lack und vergilbter Bespannung daherkommen. Aber das steht ja schon geschrieben. Arbeiten.

Die Bootsbaumeisterin hat ihren Teil erfüllt. Jetzt wird gerudert. Ach, wie schön.

Bei wenigen aber sehr schönen Ausfahrten auf der herbstlichen Alten Donau haben wir uns aneinander gewöhnt und die Spannung und Neugier vor der großen Fahrt wächst.
Neben dem Keuner liegt sich’s unter Seinesgleichen, man fühlt sich wohl. Los geht’s!
aufm Dach

Wir nähern uns dem sonnigen Kärnten, das Quartier ist die Jugendherberge Cap Wörth in Velden, ein hervorragendes Basislager für uns. Freitagabend sind schon einige Einerfahrer dort und wir legen unsere Boote einfach dazu. Ausleger dranschrauben, umziehen, Boote ausprobieren.
viele Einer

Eingestiegen wird vom Wasser aus, also Badeschlappen an, Hose hochziehen und Luft anhalten. Anfang Oktober ist es schon ein wenig frisch. Ich helfe Christian beim Einsteigen, meine Güte, was bin ich heute hilfsbereit, und sehe nicht, dass mein geliebtes altes Schätzchen in der Zeit in Richtung See davonschwimmt. Oh je! Ich versuche noch, durch das Ablegen meiner Hose die Beinfreiheit etwas zu erhöhen, aber ich müsste schon hinterher schwimmen, um es selbst retten zu können.

Dass diese ganze Aktion für die Außenstehenden sehr lustig war, muss ich glaub ich nicht extra erwähnen. Christian, der große Retter, erspart mir also das Bad im See. Die Sonne ist bereits untergegangen. Ein herrlicher Sonnenuntergang.

Mein Gott, ist das kitschig!
Sonnenuntergang Velden

Am nächsten Morgen sind auch die letzten Bootstransporte angekommen, die von Cap Wörth aus starten werden. Eine tolle Atmosphäre herrscht dort.
Der erste Block startet um 11:00 Uhr. Wir sehen zu, dass wir kurz vorher die Fahrrinne überquert haben und rudern gemütlich zum Start. Auch dort ist es sehr nett, keine Hektik, die Schiedsrichter haben alles im Griff. Warten.

Und dann der Start. Viele Einer in einer Reihe nebeneinander. Ich starte im letzten der 9 Blöcke, alle Frauen jenseits der 35. Ganz schön viele. Das Startkommando. Los geht’s.

Ich gehe die Sache erst einmal ganz cool an, mal schauen, wie es läuft. Erfahrungswerte habe ich keine auf einer solch langen Strecke. 16 km. Wie konnte ich nur? Jaa, früher einmal, die 10 km Langstreckentests, oh je, das ist aber schon 20 Jahre her. Danach habe ich mir so einen Mist nicht mehr antun müssen. Damals war der Druck natürlich sehr hoch. Es galt zu beweisen, dass man in den jeweiligen Vierer oder Achter hineingehörte, musste seinen Platz verteidigen oder erarbeiten. Da war es sehr wichtig, die Taktik richtig zu wählen, nicht zu schnell und nicht zu langsam angehen…. Schnee von gestern.
Und jetzt freiwillig, und ich scheine es sogar zu genießen. Druck verspüre ich kaum, auch wenn viele Mitstreiter Grosses von mir erwarten werden. Ich fahre meine Rose.

Lange ruhige Schläge, den Kurs kann man sich von den Anderen abschauen. Ich komme langsam in den Rhythmus. Ich variiere meinen Schlag, mal etwas höhere Schlagzahl und weniger Druck, dann, das liegt mir irgendwie mehr, den Ruhigeren mit mehr Druck. Ob sich meine Geschwindigkeit ändert, weiss ich natürlich nicht. An den Mitruderinnen kann ich ein wenig sehen, ob sich Abstände verändern, aber eigentlich fahre ich mein eigenes Rennen.

Die Umgebung ist wunderschön. Das macht euphorisch. Mein Boot und ich, mein altes Holzboot und ich. Vielleicht wäre ich schneller in einem supersteifen und nagelneuen Kunststoffboot. Aber der Gedanke hält sich nur ganz kurz. Wir gehören zusammen, wir zwei. Langsam schmerzen die Arme und Schultern ein wenig, komischerweise nur die. Die Beine? Ich kann den Kurs manchmal nicht so gut einschätzen, ich kenne ja den Wörthersee gar nicht. Wieder orientiere ich mich an den Anderen. „Noch 5 Kilometer!“ruft jemand aus dem Motorboot durch das Megaphon. Na, so richtig motivierend war das jetzt nicht. Ein kurzer Blick auf die Uhr. Besonders schnell bin ich ja nicht unterwegs. Kopfrechnen.

Die letzten Meter kündigen sich durch Zurufe vom Ufer an. Ständiges Umdrehen jetzt. Willy Koska hatte gesagt, dass man zwischen den zwei roten Bojen durchfahren sollte. Die letzten Schläge. Ein paar „Aanjaa“-Rufe, und, geschafft. Ach, das war nett. Geschafft!

Ich lege beim Nautilus an, mein Mitstreiter Christian, der mit dem Keuner, wartet schon, ein wenig erledigt aber glücklich. Wir versorgen unsere Boote, Aufladen, Einpacken, Duschen und auf zum Albatrosplatz. Da hat sich inzwischen schon die ganze Gemeinde versammelt, wartend auf die Siegerehrung. Wir haben eine Menge Spaß, ich mag dieses Plaudern mit allen möglichen Leuten. Das Wetter ist so schön, vielleicht der letzte warme Tag in diesem Jahr.
ICH!

Willy Koska ist sichtbar geübt in Sachen Siegerehrung und jeder der 265 Ruderer geht vor und holt seine Medaille ab. Erinnerungsfotos. Und dann das große Gruppenfoto, das jedes Jahr größer wird.
Wo bin ich wohl?
Danach löst sich die Gemeinschaft schnell auf, die meisten wollen heute noch nach Hause kommen. Nicht wir. Wir begeben uns auf die Terrasse, ach, da ist’s auch nett, ein paar weiße Spritzer gehen über den Tisch, nette Gespräche mit allen möglichen Leuten. Die Koska-Truppe fühlt sich erlöst und feiert das Gelingen.

Den Abend beenden wir gemeinsam mit den Piraten . Mir fällt auf, dass ich unglaublich wenig gegessen habe den ganzen Tag. Die Portion, die ich bestelle, ist deshalb viel zu groß, ich schaffe sie trotzdem. Müde und zufrieden.
Ach nee, im Ruhrgebiet sagt man:
„Müde und satt, wie schön is datt!“ In diesem Sinne…..