ZEIT (Bericht vom 14.03.2013)

Zeit zu haben ist heutzutage Luxus, sich Zeit zu nehmen für manche gar nicht so einfach. Bootsbauerei und das Rudern sind saisonabhängig und so habe ich das Glück, mich im Winter vom anstrengenden Sommer zu erholen. Ich kann mir Zeit nehmen. Was ich besonders genieße, ist die Zeit zum Lesen. Winterluxus.

Schlagmann

Das Buch, das mich in den letzten Wochen am meisten berührt hat, ist ein Buch über den ehemals stärksten Ruderer der Welt. Er saß 1988 im bundesdeutschen Männerachter, ich im Achter der Frauen. Wir hatten unsere gemeinsamen Regatten und zahlreiche Trainingslager in den 2 Jahren vor den Olympischen Spielen. Bahne Rabe war immer schon ein seltsamer Kerl gewesen über den es immer irgendwelche schrägen Geschichten gab.
Dass dieser 2,03 m große Athlet, der seine Hinterkopf-Klimmzüge mit einer unglaublichen Leichtigkeit absolvierte, sich Jahre nach seinem Olympiasieg zu Tode hungern würde, ist nach wie vor unglaublich.

Schlagmann“ von Evi Simeoni ist ein sehr guter Einblick in den Leistungssport und wirft Fragen auf. Ist Leistungssport unmenschlich und brutal? Was sind das für Menschen, die sich das antun? Das Buch gibt einen Einblick in die Welt des Hochleistungssportlers abseits von Jubelszenen mit Goldmedaille auf der großen Bühne.
Beim Lesen kam für mich vieles aus der alten Zeit ins Gedächtnis zurück, obwohl es sich um eine, laut Autorin, fiktive Geschichte handelt. Viele offene Fragen und eine Menge Stoff zum Nachdenken sicherlich für jeden Leser. Sehr empfehlenswert!

Aber nun zurück in die Gegenwart. Hier kannst du Neues vom Nationalteam lesen.

Um das Rudern im weitesten Sinne, geht es auch in meinem letzten Artikel über den Ausleger.

Bis die Tage,
Anja

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