Der alljährliche Stufentest der Mastersruderer

Im Österreichischen Ruderverband habe ich so etwas wie einen Job, eine ehrenamtliche Funktion, wie man sagt. Eine meiner wenigen Aktionen in dieser Funktion ist die Organisation des alljährlichen Masterstages in Wien. An diesem Tag können die Freizeitsportler einen Stufentest auf dem Ruderergometer machen.

Mit Bildern kannst du dir das vielleicht noch besser vorstellen. Also.

Jeder hat seine Pulsuhr dabei und aktiviert. Die sollte jeder Sportler sowieso haben.
Das bin ich übrigens.

Die Testlinge rudern jeweils 4 min auf einer vorher festgelegten Belastungsstufe.
Christoph Engl präpariert mein Ohr

Und nun die ersten 4 Minuten.
Das wird noch schwerer.

Nach diesen 4 min werden Herzfrequenz und Leistung abgelesen und Blut aus dem Ohr entnommen, mit dem hinterher ermittelt wird, wievel Laktat der Ruderer gebildet hatte, das heißt, wie stark belastet er zu dieser Zeit war.

Nach der Blutentnahme geht es in die nächsten 4 min, die Belastung wird gesteigert. Christoph mit Vampirbärtchen. Aufpassen!

Diesmal hatten wir nicht so viele Anmeldungen, wie in den letzten Jahren. Schade natürlich, weil der Aufwand eigentlich der Gleiche ist. Am Tag selbst ist dann aber weniger Stress, und so hatte ich auch die Möglichkeit mal wieder einen Test zu machen.
Wir schleusten einen nach dem anderen durch. Ganz entspannt.

Unsere Fotografin liebt das Spiel mit den Spiegeln.
Elisabeth
Christian
Martin
Daniela
Eli

Birgit schreibt …
Wie hoch ist der Puls? Wieviel Watt?

und schreibt …
und weiter gehts

aber sie kann auch lächeln.
Wir tun alles für Ihre Sicherheit

Starke Männer.
in Action
da wird's schon anstrengend

und tratschende Frauen
Der gesellige Teil

Fachgespräche!
Was sonst?

Nach den Tests gab es die allgemeinen Erklärungen, damit jeder seine Zahlen und Kurven später selbst bewerten konnte. Die Ergebnisse wurden ein paar Tage später von Christoph Engl per Email verschickt.
Christoph erklärt, wie immer, sehr anschaulich.

Die Sportler hatten nun wieder eine Orientierung für ihr Ausdauertraining. Es ist ganz wichtig, dass dieses Training im richigen Bereich durchgeführt wird.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen beehrte uns Herr Dr. Haber, der angesehene Sportmediziner.
(Leider sind mir die Bilder dazu abhanden gekommen)

Ging es bei seinem letzten Masterstag-Vortrag um die Wichtigkeit des Sporttreibens im Alter war der Schwerpunkt diesmal in der Trainingsgestaltung und Trainingssteuerung.
Die Trainingsgestaltung eines Mastersruderers unterscheidet sich nicht wesentlich von der eines Leistungssportlers, darum waren die Erzählungen, Beispiele aus der Praxis und die wissenschaftlichen Ausführungen des Mediziners auch sehr interessant und wertvoll und jeder hatte das Gefühl, so viel wie möglich aufsaugen zu müssen. So soll das sein.

Das Resümee des Tages:
Nette Leute getroffen, mit dem Laktattest einen wichtigen Beitrag zur eigenen Trainingssteuerung beigetragen, das Allgemeinwissen, das ein mündiger Sportler haben sollte, erweitert.