DOPING und MASTERS

Doping ist schlimm. Doping ist Betrug. Betrug den Mitsportlern gegenüber, den Zuschauern und Sportfans, Sponsoren und Förderern gegenüber und Betrug an sich selbst. weiter...Ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie hoch der Druck eines Leistungssportlers, des Profis, heutzutage ist, Leistung zu erbringen, die, nüchtern betrachtet, ohne sogannte Hilfsmittel gar nicht mehr zu erbringen sind. Mein Hochleistungssport liegt nun schon 20 Jahre zurück. Gedopt wurde auch damals schon. Wir fanden das damals schon ziemlich unfair. Im Nachhinein betrachtet kann ich nur immer sagen, gut, dass mich nie jemand gefragt hat, ob ich nicht die eine oder andere Pille schlucken möchte … Mich hat zum Glück nie jemand gefragt. Glück gehabt?
Doping macht uns definitiv den Sport kaputt. Die, die früher noch als Helden verehrt wurden haben heutzutage immer den Beigeschmack des möglichen Betrügers. Ich finde das sehr schade.

Und jetzt komme ich zum eigentlichen traurigen Anlass meines Artikels. Nein, die Headlines sind keine unterschiedlichen Themen, sie gehören zusammen. Heute kam eine Meldung durch, dass ein Österreichischer Ruderer des Dopings überführt wurde. Aber nicht „aus Versehen“ mittels Asthmaspray, sondern mutwillig mittels des anabolen Steroids Metandien. Das komische an dieser Sache aber ist, dass es sich dabei um einen 45-jährigen Mastersruderer handelt. Jetzt stelle ich mir die Frage, warum macht der das? Wofür und für wen dieser Betrug, der den Sport und insbesondere unseren Sport in dieses schlechte Licht rückt?

Hier sind zwei für mich wichtige Meinungen, die ich dir nicht vorenthalten möchte.weiter...

Email Nr. 1 von CD:

Mich persoenlich enttaeuscht kein Held. Ich habe mir schon in frueher Jugend jeden Personenkult (egal ob Popkultur, Sport, persoenliches Umfeld

…) verbeten, habe versucht auf meine eigenen Leistungen stolz zu sein, auf das, was m i r einen Wert bedeutet hat. In meiner Welt des Gluecks brauche ich kein Doping.

 

Jeder Wettbewerb hat Regeln und die muessen fuer alle gleich gelten, eingehalten werden – deshalb bin ich fuer strenge Dopingkontrollen – oder man gibt die Dopingmittel frei.

 

Warum dopt ein 43-jaehriger Mastersruderer? Die einfache Antwort: Weil er denkt, damit seinem Glueck naeher zu kommen – ob das ein Trugschluss, Betrug, unfaehr oder unmoralisch ist, ist eine andere Sache.

 

Sind nicht die blauaeugig, die sich wundern, dass im Amateur- oder Postprofisport gedopt wird? Das Wertesystem ist fuer sehr viele dasselbe wie im Spitzensport aber es wird weniger kontrolliert. Ich koennte mir sogar vorstellen, dass das wahre Problem, die eigentliche Gefahr des Dopingmissbrauchs beim Hobbysport liegt (keine aerztliche Aufsicht etc.).

 

  Email Nr. 2 von AM:

Den bei der NADA Österreich registrierten jüngsten Dopingfall im Rudersport habe ich in den letzten Tagen mitbekommen und verfolgt. Traurig und erschreckend!  – noch dazu wenn man nicht nur den Namen sondern auch die Person persönlich kennt.
Gesprächsstoff zu dem Thema gibt und gäbe es genug. Was ich mich allgemein fage ist, ob den Dopenden ihr Körper so wenig wert ist, daß sie ihn auf diese Weise unnatürlich „behandeln“, ob man auf diese Art erworbenen Titel eigentlich genießen kann, ob man wirklich so blöd sein kann und davon aus geht, daß man immer wieder bei Meisterschaften startet und nicht kontrolliert wird und und und. Aber um die konkreten Fälle, gleich in welcher Sportart kümmern sich die offiziellen Stellen und die entsprechenden Athleten müssen mit ihrem Gewissen, den Folgen für ihre sportliche Zukunft und nicht zuletzt für ihr Image als Mensch und Sportler leben. Ich bin für mich zuständig, wir sind für unsere Mannschaft zuständig (LTA 4+ mit A-Kader Status) und werden lieber einmal öfter kontrolliert als zu wenig, damit alle Rechtmäßigkeit im wahrsten Sinne des Wortes „sauber“ belegt ist. Und was die Unwissenheit angeht – jeder kann jederzeit bei der Nada in der Liste schauen was erlaubt und was verboten ist bevor er was nimmt oder verschreiben läßt. Uns wird sogar vom Verband (Anm. DRV) vorgeschrieben auf welche Firmen und Produkte wir uns bei Nahrungsergänzungsmitteln, also Mineralgetränken, Eiweißpulver etc., zu beschränken haben, damit ja nichts schief gehen kann. Aber wie gesagt, es ist jeder für sich selbst verantworlich und in der Haut von des Dopings überführten Athleten möchte ich nie im Leben stecken Egal was kommt und egal was war, den Stempel als Dopingsünder haben sie draufgedrückt und den werden sie lebenslang nicht mehr los.

Und Email 3 von CD:

Ein kurzer Kommentar zu AMs Eintrag:

 

Wie die Aechtung in der Welt der Sportgemeinde funktioniert weiss ich nicht. Tatsache aber ist, dass die Aechtung von Dopingsuendern in der Gesellschaft im Allgemeinen marginal ist. Ganz im Gegenteil gelten die, die das Regelwerk verlassen, zum eigenen Nutzen, fuer den eigenen Profit, ob in Wirtschaft, Politik oder im Strassenverkehr, als clever, sofern sie nicht erwischt werden. Ein Graubereich wird akzeptiert. Warum dann nicht gleich die Grenzen weiter verschieben, immer auf der Suche nach dem „Was geht noch?“ Kann ich schon nicht Sieger sein, moechte ich wenigstens kein Loser sein.

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