Der Göttersee rüstet sich

Kein Scherz, so wird er genannt: Göttersee. Aber nur von den Ruderern. Man behauptet, dass der liebe Gott diesen See eigens für uns Ruderer erschaffen hat, ein wenig länger als 2000 m und ein wenig breiter als 8 Bahnen und inmitten der Berge weht der Wind, wenn er bläst, fair.
Ich nähere mich dem See diesmal mit dem Rad, komme aus Udligenswil über den Berg und durch Ebikon direkt zum Seeanfang.

Der Wegweiser zum See

Nun noch einen steilen Pfad hinunter zum Start.

Die ersten Boote sind zu sehen.
Ich fahre auf dem kleinen Weg an der Strecke entlang und nähere mich langsam dem Seelevel.

Sehr nett hier.

Ich beobachte die Mannschaften beim Training. Alle sind unglaublich konzentriert. Die besten Ruderer der Welt sind am kommenden Wochenende in Luzern und rudern um die Weltcup-Plätze und WM-Nominierungen. Ich finde das ziemlich cool.

Hinten der rumänische Frauenachter.

Wenn ich die Achter sehe, weckt das Erinnerungen in mir. Ich denke an meine Aktivenzeit, wie ich mich gefühlt habe, wenn wir für große Aufgaben angereist sind. Ich lasse das Flair auf mich wirken und bin in Gedanken ganz in der Vergangenheit.

Der See.

Viele Mannschaften sind schon da.
Der Bootsplatz.

Der italienische Männerachter beginnt sein Training.
Heckvierer ohne Rollbahn, ohne Oberkörper, senkrechtes Blatt.

Natürlich treffe ich alte Bekannte.
Stämpfli-Chef Melchior Bürgin

Die Strecke bis zum Ziel fahre ich noch ab. Die Tribünen sind schon fertig, warten auf die Menschenmassen.
Alles wartet, noch ist Ruhe.
Vor dem großen Run.

Die polnische Mannschaft hat schon ihre Flagge gehisst.
Flagge zeigen.

Die Ergebnistafeln. Leer.
Da werden sich die Aktiven tummeln am Wochenende.

In den nächsten Tagen wird sich der Bootsplatz bis in die letzten Winkel und Auflagen füllen.
Ständig rollen Bootsanhänger an.

Ein kurzer Besuch noch bei Hermann Wehrli, der die Ergometer für das Aufwärmzelt aufgestellt hat. Plaudern.
Große Lieferung.

Ich trete meinen Rückweg an über den Berg zurück und freue mich auf das Wochenende.

Fortsetzung folgt.
Ade.