Rudern verbindet

Letztens in Berlin.

Oder wie soll ich anfangen? Ganz allgemein. Also, wenn man in irgend eine Stadt kommt und Ruderer ist, ist es meistens kein Problem einen Ruderverein zu finden, der einen aufnimmt. Meistens geht das relativ unkompliziert, man kann einfach einen Kontakt über das Internet herstellen und einen Termin ausmachen und darf in einer Gruppe mitmachen oder bekommt sogar ein Boot zur Verfügung gestellt. Rudern können sollte man.

So, und jetzt bin ich wieder in Berlin, wo wir letztens ein paar Tage verbracht haben. Zu Besuch bei meiner Schwester und ihrer Familie stand bei meinem Neffen Matthias Rudertraining auf dem Samstagsplan. Wir haben uns gedacht, dass wir uns das doch anschauen könnten und sind alle Mann (so sagt man dort oben) mitgefahren zum Bootshaus des Spandauer RC Friesen. Das Bootshaus ist wunderschön gelegen an der Havel, uralter Baumbestand, eine schöne Oase in der großen Hauptstadt.

Das Bootshaus der Spandauer

Lena, meine 12-jährige Tochter, hatte sich schon gleich sportlich angezogen, mit der Absicht, vielleicht mitmachen zu dürfen beim Jugendtraining. Wir waren aber trotzdem noch positiv überrascht, dass es sofort mit großem Wohlwollen aufgenommen wurde, dass Lena mit ihrem Cousin Zweier fahren wollte. Kein Problem.Die sehr gut sortierte Bootshalle.

Boot tragen

Ein Boot der ehemaligen VEB Yachtwerft.
Viele Ruder für das Jugendtraining

Dann sind da diese Mütter am Steg, die immer sehr wertvolle Tipps auf Lager haben.
Mütter!

Die beiden waren also bestens versorgt und Jan war etwas enttäuscht, dass er mit seinen 10 Jahren gar nicht eingeplant worden war. Der Trainer bemerkte das und fragte nur kurz, ob er denn keine Trainingskleidung dabei hätte, egal, normale Hose geht auch. Bring mal die Skulls runter.
Also auch rudern, super!

Und dann noch so ein Bootsname.
CHAMPION

Ablegen.
Der Trainer kümmert sich.

So wurde Jan dann in die Gruppe der Einerfahrer aufgenommen.
im Hintergrund

Da müssen noch Stemmbretter verstellt und Sonnenbrillen gerichtet werden. Passt alles

Die zwei Großen, ganz die Profis, legen auch schon ab und volle Fahrt auf’s andere Ufer zu.
Lena und Matthias

Die, die schon etwas besser rudern können, drehen ihre Runden mit Motorbootbegleitung, echt professionell.
Einige Kilometer werden heruntergespult.

Nach circa einer Stunde sind alle wieder heil und trocken zurück.
Schön konzentrieren beim Anlegen.

Die zwei auch

Nach dem Rudern werden noch die Bootegeputzt, wie sich das gehört.
Jan mit seinem Champion.

Hilft denn keiner?

Sieht er jetzt müde oder eher gelangweilt aus?
Matthias mit Renntrikot

Herzlichen Dank an die 3 Trainer, die die Kinder so unkompliziert in die Gruppe aufgenommen haben. Alle hatten ein sehr schönes Rudererlebnis. Wir dürfen sogar wiederkommen, haben sie gesagt. Machen wir. Ihr seid natürlich auch willkommen, wenn ihr mal in Wien seid.

Fast hätte ich es vergessen, danach gab es natürlich, echt Berlin, eine Currywurst an der Bude vor dem Diskont-Baumarkt.
Nationalgericht

Irgendwie hatten wir uns die ja auch verdient, oder?
Nach der Currywurst ist einem immer so schön schlecht.

Die meisten zumindest.