Ein ungewöhnlicher Gast

Hallo Anja, kennste mich noch? Ick bin’s, Manfred. Manfred, denke ich, und dann dieser nette Berliner Slang. Der erste Geistesblitz: Manfred Klein. Du bist wahrscheinlich noch immer nicht schlauer. DICH meine ich, den Leser. Manfred Klein ist ein alter Mannschaftskollege von mir. Damals anno 1988 bei den Olympischen Spielen in Seoul, Südkorea, wo ich im deutschen Frauenachter saß. Aber davon will ich ja gar nicht schreiben, sondern von einem sehr erfolgreichen Steuermann.
Manfred, „Manni“ oder „Fips“ Klein durfte 1972 bei den Olympischen Spielen in München noch den legendären Karl Adam erleben und steuerte den damaligen Deutschlandachter auf den 5. Finalplatz. In den folgenden 20 Jahren brachte er es auf unzählige Titel davon 3 goldene Weltmeisterschaftsmedaillen. Die Krönung war sicher der Olympiasieg in Seoul.
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1992 in Barcelona hatte er die Ehre, die Fahne der Deutschen Olympiamannschaft zu tragen. Ein Leben reich an Erfolgen.
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Und nun zurück zum Anfang. Dieser Manfred also ist seit einigen Jahren mit einer Ungarin verheiratet und lebt in Kimle/Ungarn. Dort vermietet er ein Ferienhaus. Doch so ganz ohne Rudern geht’s auch 20 Jahre nach Beendigung seiner Steuerkarriere nicht und hat nach und nach einen kleinen Bootspark zusammengestellt, so dass die rudernden Gäste auch im Urlaub nicht auf ihren geliebten Sport verzichten müssen.

Auf dieser Basis sind wir dann auch zusammengekommen, die Boote brauchten mal wieder einen bootsbaumeisterlichen Check, einige kleine Reparaturen, so dass sie technisch in Ordnung sind für die Urlauber. Es kommen übrigens viele deutsche Ruderer zu Manfred, so bleibt der Kontakt nach Deutschland erhalten.
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Mein Sohn Jan wollte dann unbedingt beim Booteverladen helfen und den „echten Olymiasieger“ kennen lernen. Glücklicherweise ist dieser für solche Situationen gewappnet …
Jan ganz stolz
Jan hat einige Autogrammkarten abgestaubt.